Spätsommer-Nachschlag am Wochenende
Auf Wärme folgt nächste Woche herbstliche Abkühlung

13.09.2019: Nach dem kühlen und frühherbstlichen Intermezzo vom letzten Wochenende baute sich in dieser Woche mit Hoch FRIEDERIKE eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa auf.
Immerhin bescherten die schauerartigen und kräftigen Regenfälle am letzten Samstag in Eiweiler mit einer Niederschlagssumme von 29,4 Liter auf den Quadratmeter sogar die höchste Tagesmenge seit fast einem Jahr (23.09.2018) und sorgten damit wenigstens für eine vorübergehende Entspannung der Trockenheit. Aufgrund der von Hochdruck dominierten Großwetterlage, die bis weit in die dritte Septemberdekade andauern soll, ist jedoch kein nachhaltiges Ende der Trockenheit zu erwarten, denn die Hochs halten die Tiefs über dem Atlantik weiter auf Distanz.
Lediglich in stark abgeschwächter Form beeinflussten uns in dieser Woche die Frontensysteme, der sich mittlerweile in außertropische Tiefs umgewandelten, ehemaligen Wirbelstürme DORIAN und GABRIELLE. Dabei machten sie sich durch den Hochdruckeinfluss über Deutschland nur mit dichteren Wolken bemerkbar.
Am Wochenende dürfen wir uns nochmals auf einen Spätsommer-Nachschlag freuen, ehe mit Verlagerung eines kräftigen Tiefs nach Skandinavien in der neuen Woche ein merkliche Abkühlung mit Polarluft aus Norden droht. Im weiteren Verlauf der Woche soll aber ein neues Hoch dann den Altweibersommer einläuten.
Heute ist es zunächst stark bewölkt bis bedeckt durch die sich auflösende, nicht wirksame Kaltfront von Tief ex-GABRIELLE. Zum Nachmittag gibt es zunehmende Aufheiterungen mit mehr Sonnenschein, da rasch das neue Hoch GAIA von Westen nachfolgt. Mit Temperaturen um 22 Grad ist es warm.
Samstag und Sonntag stehen ganz im Zeichen des über Deutschland nach Südosteuropa wandernden Hochs GAIA, das uns spätsommerliche Wärme aus südlichen Gefilden beschert. So ist es sonnig mit lockeren Wolken und trocken bei Höchstwerten von 25 bis 27 Grad.
Am Montag ist es teils heiter, teils wolkig und im Vorfeld der langsam von Norden herein schwenkenden Kaltfront des Nordmeertiefs IGNAZ sind vereinzelt Schauer möglich. Mit Temperaturen um 25 Grad wird es weiterhin spätsommerlich warm sein.
Die Kaltfront erreicht am Dienstag die Alpen und wir geraten zwischen dem Tief über Nordosteuropa und einem neuen Hoch über dem Ostatlantik in eine spürbar kühle Nordströmung. Dabei erwartet uns am Dienstag und Mittwoch eine freundliche Mischung aus Sonne und Wolken bei einem böigen Wind, wobei nur noch Höchstwerte von 15 bis 18 Grad erreicht werden. Die klaren Nächte werden empfindlich frisch bei 6 bis 3 Grad und örtlich besteht Bodenfrostgefahr.
Mit Verlagerung des Hochs von den Britischen Inseln nach Mitteleuropa in der zweiten Wochenhälfte kann sich die Luft wieder erwärmen. Nach Auflösung von Frühnebel ist es meist sonnig, die Temperaturen liegen zunächst um 20 Grad und steigen bis zum Wochenende wieder auf 23 bis 25 Grad an.
Somit erwartet uns in nächster Zeit ein Wechsel aus spätsommerlich-warmen und frühherbstlich-kühlen Phasen – die Lage des Hochs entscheidet also über eine Nord- oder Südströmung. Der richtig ungemütliche Herbst scheint noch Schonfrist zu haben.