Schauer und Gewitter sorgen für Linderung der Dürre
Auf Tief-Gastspiel folgt nächste Woche wieder Sommerwetter

12.07.2019: In dieser Woche hat sich das alte Hoch WINNIE nochmals regeneriert und dehnte sich von den Britischen Inseln wieder nach Mitteleuropa aus. Mit der nördlichen Strömung kühlte es auf mäßig warme Temperaturen ab, in den Nächten konnte man die aufgeheizten Wohnungen endlich wieder gut durchlüften, denn am Dienstag- und Mittwochmorgen sanken die Tiefstwerte bis 7,5 Grad.
Gestern übernahm das von Schottland zur Nordsee wandernde Tief QUINCTILIUS die Wetterregie und brachte uns endlich den lang ersehnten, wertvollen Regen, der wenigstens für Linderung und Entspannung der großen Trockenheit gesorgt hat, ohne jedoch die Dürre nachhaltig zu beenden, denn dafür bräuchten wir eine längere Tiefdruckperiode mit wesentlich mehr Niederschlägen. Nach dem dreitägigen Tief-Intermezzo steht ab Sonntag wieder das nächste Hoch in den Startlöchern.
Die gestrigen Regengüsse brachten in Eiweiler zur Freude der Natur immerhin eine Regensumme von 19,2 Liter auf den Quadratmeter – die höchste Tagesmenge seit 11. Mai.
Ein Keil des Azorenhochs dehnt sich ab Sonntag von England nach Deutschland aus und lässt die Grundströmung wieder auf nördliche Richtungen drehen, wodurch die feuchte, gewitterträchtige Luft abgedrängt wird. In der Folge kann sich über Skandinavien hoher Luftdruck aufbauen, der die atlantische Frontalzone zum wiederholten Mal blockieren kann. Jedoch könnten Tiefausläufer das Hoch auf dessen Südseite unterwandern, so dass es bei uns nicht ganz störungsfrei bleiben wird. Zu Beginn der letzten Julidekade gibt es Anzeichen, dass erneut eine Hitzewelle aus Südwesteuropa nach Deutschland schwappen könnte.
Heute und morgen liegen wir innerhalb der mitteleuropäischen Tiefdruckrinne in labiler und feucht-warmer Luft, außerdem zieht noch ein Bodentrog des Tiefs QUINCTILIUS über uns hinweg, der zusätzlich für Labilität sorgen wird. Dabei ist es heute zunächst wolkig mit sonnigen Abschnitten, ehe ab dem Mittag die Quellwolken in die Höhe schießen und sich nachfolgend kräftige Schauer und Gewitter bilden, die aufgrund der langsamen Verlagerung auch für Starkregen sorgen können. Mit Temperaturen um 24 Grad ist es schwül-warm. Auch der Samstag zeigt sich wechselhaft, bei wechselnder Bewölkung muss mit weiteren, teils gewittrigen Schauern gerechnet werden. Der Wind dreht auf Nord und die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 22 Grad.
Auf der Rückseite des nach Osteuropa gezogenen Tiefs streckt am Sonntag ein Keil des Hochs bei Irland seine Fühler zu uns aus und es wird freundlicher. Anfangs halten sich noch dichte Wolken, die sich im Tagesverlauf auflockern und es später zunehmende Aufheiterungen gibt. Bis zum Abend wird es immer sonniger und die Höchstwerte liegen um 23 Grad.
Von Montag bis Mittwoch herrscht ein freundliches Wechselspiel zwischen Sonne und Wolken, es ist trocken bei sommerlichen Wohlfühl-Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad.
In der zweiten Wochenhälfte dehnt sich ein Höhentief vom Ärmelkanal nach Mitteleuropa aus und bildet sich eine von Frankreich bis Osteuropa reichende Tiefdruckrinne. Somit wird es leicht wechselhaft, teils ist es heiter, teils bewölkt mit Schauern und Gewittern bei sehr warmen 25 bis 28 Grad, ehe Ende der Woche eine Südwestströmung möglicherweise eine neue hochsommerliche Hitzeperiode mit Temperaturen um 30 Grad und mehr bringen könnte.