wetter in Kalenderwoche1

Zunächst nass-kalte Dümpellage mit leichten Plusgraden Nächste Woche pirscht sich der Winter langsam heran

04.01 2019: Ein frohes neues und spannendes Wetterjahr 2019 wünscht der Eiweiler Wetterfrosch allen Lesern!

Mit einer ruhigen und trüben Wetterlage hat sich das Jahr 2019 eher unscheinbar und bieder eingestellt – wie häufig in den Vorjahren hat auch diesmal wieder dichter Nebel den Blick auf das Silvesterfeuerwerk getrübt, was zum einem dem kräftigen Hochdruckgebiet IGNATIUS mit Kern bei der Bretagne, und zum anderen der Warmfront des Nordmeertiefs ZEETJE geschuldet war.
Nach Neujahr strömte zwischen dem neuen Hoch ANGELA bei den Britischen Inseln – 2019 werden die Hochdruckgebiete turnusgemäß wieder mit weiblichen Vornamen getauft – und dem nach Osteuropa gezogenen Tief ZEETJE kältere Luft nach Deutschland gelenkt. Da mit der Nordwestströmung feuchte Nordseeluft einströmte, hielt sich eine dichte Wolkendecke.
Am Wochenende ändert sich kaum etwas an der Großwetterlage mit dem kräftigen Hoch westlich von uns, jedoch zieht der schwache Tiefausläufer ANDRE mit leichter Milderung über Deutschland zu den Alpen.
Durch die ausgeprägte nordwestliche Höhenströmung kommt es bei dieser Wetterlage an den Alpen zu heftigen Staueffekten, die dort massive Schneefälle auslösen werden, wobei lokal bis zu 1 Meter Neuschnee fallen kann. In der nächsten Woche, so deuten es die Wettermodelle an, könnte sich der Winter ganz langsam von den Bergen auch bis ins Flachland heranpirschen. Eine schleichende Einwinterung in mehreren Etappen steht uns bevor, denn eine nachhaltige und längerfristige Umstellung braucht erfahrungsgemäß seine Zeit.
Heute ist es meist dicht bewölkt mit ein paar Tropfen oder Sprühregen bei Höchstwerten um 3 Grad. Morgen früh kann es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt etwas Schnee oder Schneeregen geben; tagsüber ist es trüb mit etwas Regen. Tief ANDRE bringt auffrischenden Westwind und etwas mildere Luft bei Temperaturen
bis 5 Grad. Auch der Sonntag zeigt sich wolkenreich, ab und zu mit etwas Regen bei 4 bis 6 Grad.
Zu Wochenbeginn kann sich vorübergehend eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa aufbauen, es ist wolkig mit einigen Auflockerungen und Sonnenstrahlen bei Höchstwerten um 4 Grad.
Am Dienstag zieht Tief BENJAMIN von England über die Nordsee nach Osteuropa und leitet auf seiner Rückseite einen neuen Schwall Kaltluft heran. So ist es bedeckt mit Regenfällen bei Temperaturen von 3 bis 5 Grad.
Ab Wochenmitte dehnt sich der mit feuchter Kaltluft angefüllte Höhentrog über Deutschland nach Süden aus, gleichzeitig etabliert sich ein Blockadehoch über dem Ostatlantik Richtung Island. Es bleibt unbeständig, wolkenreich und häufig gehen schauerartige Niederschläge nieder, die bei Temperaturen von null bis 3 Grad teils als Regen, teils als Schnee fallen.
Gegen Ende der Woche könnte sich die Kaltluftzufuhr aus Nordosten verstärken, sollte sich das Hoch über dem Atlantik mit dem Russlandhoch verbinden. Durch ein Mittelmeertief können bei dieser Konstellation Schneefallgebiete aus Osten nach Mitteleuropa ziehen. Die Höchstwerte pendeln um den Gefrierpunkt und teils herrscht Dauerfrost.
Es hat ganz den Anschein, als sollte die nass-kalte, vor sich hindümpelte Wetterlage bis Monatsmitte tatsächlich in eine hochwinterliche Periode übergehen.
Der vergangene erste Wintermonat Dezember verlief bei einem Mittelwert von 3,7 Grad um 2,2 Grad zu warm. Nach den trockenen Vormonaten bescherte uns der Dezember immerhin reichlich Regen, denn bei einer Niederschlagssumme von 159,5 Liter auf den Quadratmeter in Eiweiler wurde ein Überschuss von 55 Prozent erreicht.