Hornissennest auf dem Gnadenhof Eiweiler

Auch in diesem Jahr beheimatet der Gnadenhof ein Hornissenvolk. Das Nest befindet sich in einem sehr alten, knorrigen Apfelbaum. Der hohle Baustamm wurde zuvor von einem Specht als Behausung genutzt. Das Einflugloch befindet sich in ca. 2 m Höhe.

Obwohl wir täglich mehrere Male an dem Nest vorbei gehen, verhalten sich die Hornissen nicht aggressiv. Im Gegenteil, sie fliegen an unseren Köpfen vorbei und lassen sich überhaupt nicht stören.
Die Hornisse tritt in Deutschland in zwei Farbformen auf. Auf dem Gnadenhof handelt es sich um die mehr westlich und südlich verbreitete „vespra crabro germana“. Sie trägt eine rote V-Zeichnung auf der Mittelbrust, welche auf dem Bild gut zu erkennen ist.
Wir beobachten die Hornissen auch täglich bei der Nahrungsaufnahme an Fallobst, was in diesem Jahr reichlich vorhanden ist.
Meist aber stellen Fliegen die anteilmäßig größte Gruppe dar, die bis zu 90% der eingebrachten Beute ausmachen kann. Zu dieser zählen nicht wenige für Mensch und Vieh lästige oder gar schädliche Arten wie Bremsen, Wadenstecher, Gold-, Schmeiß-, Fleisch- und Stubenfliegen.
Hornissen fallen nicht wie die manchmal lästig werdenden Wespen im Hochsommer auf der Terrasse über den Kuchen her, sie interessieren sich auch nicht für das Speiseeis .
In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 - 700 Tiere zählen; in Hohlräumen angelegte Nester müssen sich natürlich am verfügbaren Raum orientieren.