Nach Schwüle und Gewittern wird der August launischer und kühler
Tiefs übernehmen die Regie und vertreiben den Hochsommer

09.08.2019: Der August zeigt sich derzeit zwar noch sommerlich warm, aber es ist bereits spürbar wechselhafter durch Zwischenhochs und Tiefs geworden – Tief XAVER brachte am Mittwoch wenigstens mal 8 Liter Regen auf den Quadratmeter.
Nach der schwülen Luft der letzten Tage werden in der nächsten Woche Tiefs die Regie beim Wetter komplett übernehmen und eine nachhaltige Abkühlung einleiten, auch bei der Trockenheit kündigt sich Entspannung an.
Die Großwetterlage stellt sich langsam um, zunächst erleben wir am Wochenende noch eine sehr warme und gewittrige Südwestströmung, ehe in der nächsten Woche eine Westwetterlage eine unbeständige und nur noch mäßig warme bis kühle Periode einleiten wird – der Hochsommer stürzt ab und wird regelrecht vertrieben.
Nach der langen viel zu warmen und trockenen Witterung seit Juni ist damit das sogenannte Ausgleichsverhalten der Atmosphäre in vollem Gange und setzt sich mit seiner Wirksamkeit mehr und mehr in Mitteleuropa durch. Eine gut ausgeprägte Tiefdruckrinne etabliert sich auf dem Atlantik und lenkt in rascher Folge Tiefs über England nach Skandinavien, was abwechslungsreiches Augustwetter verursacht. Das Tiefdruckzentrum positioniert sich dabei über Skandinavien und beschert uns somit die volle Westdröhnung mit einem Wechselspiel aus Wolken, Wind, Regen und kurzen freundlichen Phasen. Der Sommer muss eine Pause einlegen und ein erster Hauch von Frühherbst lässt sich schon erahnen.
Die zweite Augustdekade bleibt eindeutig Tiefdruck geprägt, erst in der letzten Dekade gibt es Spielraum für spätsommerliche Züge. Die Temperaturen pendeln sich je nach Bewölkung meist zwischen 17 und 23 Grad ein.
Dieser nachhaltige Wetterwechsel ist jedoch angesichts der langen Trockenheit enorm wichtig für die gesamte Vegetation, die sich über das kostbare Nass freuen wird.

Heute beschert uns der breite Warmsektor des für den Sommer überaus kräftigen Sturmtiefs YAP bei Irland hochsommerliche Temperaturen um 30 Grad, Zwischenhoch ANDREA verabschiedet sich rasch nach Südosten. Dabei ist es teils sonnig, teils wolkig und mit Annäherung der Kaltfront muss ab dem Nachmittag mit kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Abends könnte örtlich Unwettergefahr bestehen.
An der Südflanke des zur Nordsee ziehenden Sturmtiefs ist es am Samstag sehr windig, bei einem Wechsel von Sonne und Wolken bleibt es trocken, da sich aus Westen bereits wieder ein neuer Hochkeil zu uns schiebt. Bei Höchstwerten um 25 Grad weht ein lebhafter Südwestwind mit starken Böen. Zwischenhocheinfluss sorgt am Sonntag zunächst für sonniges Wetter, doch im Vorfeld des nächsten Tiefs nimmt die Bewölkung zu und bis zum Abend kann es leicht regnen, die Temperaturen steigen zuvor auf 26 bis 28 Grad an.
Am Montag überquert uns ein Ausläufer von Tief ZORRO und bringt schauerartige Regenfälle bei Temperaturen um 22 Grad. Mit Verlagerung des Höhentroges von Westeuropa nach Deutschland strömt ab Dienstag kühlere Atlantikluft ein. Am Dienstag und Mittwoch ist es wolkig mit etwas Sonne und trocken bei 18 bis 21 Grad, ehe zum Feiertag am Donnerstag ein neues Tief mit auffrischendem Wind ein Regengebiet übers Land steuert, die Höchstwerte liegen nur noch um 17 Grad. Auch bis zum Wochenende bleibt es wechselhaft mit Schauern oder Regenfällen und die Temperaturen erreichen maximal 22 Grad.