Sehr wechselhafte Westwetterlage hält weiter an
Der März bleibt nass und windig bis stürmisch

08.03.2019: Ein Sturmtief nach dem anderen überquert Deutschland in diesen Tagen von West nach Ost, und auch bis über die Monatsmitte hinweg hat uns die turbulente Westwetterlage mit Regen und Wind weiterhin fest im Griff.
Große Temperaturgegensätze innerhalb Europas zwischen dem noch winterlichen Norden und dem schon frühlingshaften Süden Europas wie sie typisch für die Jahreszeit sind, sorgen für die hohe Tiefdruckaktivität, denn zwischen Neufundland und Skandinavien hat sich eine stark ausgeprägte Tiefdruckrinne etabliert, die auch unser Wetter in Mitteleuropa maßgeblich beeinflusst.
Somit zeigt sich der März mit kräftigen Tiefdruckgebieten sehr wechselhaft, regnerisch, windig und zeitweise auch stürmisch, wobei auf der Vorderseite der Tiefs sehr milde, auf der Tief-Rückseite kühlere Luftmassen wetterbestimmend sind. Dabei kann sich in der nächsten Woche zeitweise auch eine nass-kalte Nordwestlage einstellen, so dass vor allem nachts und frühmorgens auch noch spätwinterliche Überraschungen möglich sein können.
Nach der viel zu warmen Februarwitterung mit der langen Schönwetterperiode war absehbar, dass uns der März die Quittung für den frühen Vorfrühling präsentieren wird – quasi als Ausgleichsverhalten der Atmosphäre auf die stabile Hochdruckdominanz erleben wir nun eine lehrbuchhafte Westwetterlage mit all den typischen Begleiterscheinung wie Regen, Schauer, Wind und einen abwechslungsreichen Wolkenhimmel.
Das Tiefdruckzentrum bleibt in den kommenden Tagen zwischen Island, England und Skandinavien aktiv. Nach den Sturmtiefs BENNET an Rosenmontag und CORNELIUS, das gestern stürmisches Schauerwetter beschert hat, kommt es heute kurzzeitig zu einer Verschnaufpause. Allerdings sorgt der abziehende Höhentrog zunächst noch für einige Schauer, die nachmittags nachlassen. Dann wird es etwas freundlicher mit Aufheiterungen bei Höchstwerten um 9 Grad.
Am Samstag zieht das nächste Sturmtief DRAGI von Schottland zur Nordsee und bei starker Bewölkung fällt schauerartiger Regen und der Südwestwind frischt erneut stark auf. Nach trockenen Phasen am Nachmittag setzt bis zum Abend mit einem neuen Frontensystem über Frankreich wieder Regen ein. Mit Temperaturen von 10 bis 12 Grad wird es etwas milder.
Am Sonntag geraten wir nach Durchzug des Randtiefs EBERHARD in den Bereich höhenkalter Luft, es ist wechselhaft und stark bewölkt mit wiederholten Regenschauern. Weiterhin ist es sehr windig bei 8 bis 10 Grad.
Am Montag schwenkt ein umfangreicher, mit feuchter Polarluft angefüllter Höhentrog nach Mitteleuropa und sorgt bei rasch wechselnder Bewölkung für kräftige Regen, Schnee- und Graupelschauer, auch kurze Gewitter sind möglich – Aprilwetter im März. Dabei weht ein frischer bis starker Westwind mit stürmischen Böen in Schauernähe. Mit 5 bis 7 Grad wird es wieder kälter. Die Nacht zum Dienstag bringt unter einem Zwischenhochkeil Wetterberuhigung, so dass es aufklart und mit 0 bis minus 3 Grad frostig wird mit Glättegefahr. Tagsüber greift die Warmfront des nächsten Sturmtiefs FRANZ auf Deutschland über, die Bewölkung verdichtet sich und Regen setzt bei einem auffrischenden Wind ein; die Temperaturen steigen bis 10 Grad.
Am Mittwoch geraten wir wiederum auf die kältere Rückseite des Tiefs, frühmorgens könnte sogar Schnee oder Schneeregen fallen. Tagsüber ist es wechselhaft mit vielen Schauern, die bei Temperaturen um 5 Grad teils mit Schnee und Graupel vermischt sind. In der zweiten Wochenhälfte wird es nass-kalt; durch das sich nach Norden aufwölbende Azorenhoch dreht die Strömung auf Nordwest und bei dichter Bewölkung geht es unbeständig, regnerisch und windig weiter bei Höchstwerten von 3 bis 7 Grad. Der Frühling muss sich noch gedulden.