Wetterumschwung nach der Februar-RekordwärmeTurbulenter Start in den März mit Regen, Wind und Abkühlung

01.03.2019: Mit dem Februar hat sich Hoch FRAUKE verabschiedet, zum Start in den März übernehmen jetzt Tiefdruckgebiete wie ZEUS und ALEXANDER das Kommando.
Alles hat einmal ein Ende, auch die wirklich ungewöhnlich extreme und rekordverdächtige Wärmeperiode, die uns seit Mitte Februar mit meist ungetrübtem Sonnenschein verwöhnt hat, und wir dadurch vorzeitige Frühlingswitterung mitten im Spätwinter erleben durften.
Jetzt kommt aber zum Beginn des meteorologischen Frühlings der große Wetterumschwung, die viel zu milde Witterung ist definitiv zu Ende und das Wetter kehrt wieder zu normalen, der Jahreszeit entsprechenden Verhältnissen zurück.
Der Februar-Frühling ließ am Mittwoch reihenweise Rekorde an vielen Wetterstationen in Deutschland purzeln – so auch im Saarland, wo in Saarbrücken-Burbach mit 21,7 Grad ein neuer saarländischer Wärmerekord für den Februar aufgestellt wurde. Auch in Eiweiler wurde es mit derselben Temperatur der wärmste Februartag meiner 30-jährigen Messreihe – dass in einem Wintermonat die 20-Gradmarke überschritten wird, ist in der Tat außergewöhnlich.
Außerdem war der zu Ende gegangene Februar bei einem Mittelwert von 4,7 Grad um 3,1 Grad zu warm und zählt somit zu den fünf wärmsten Februarmonate der Eiweiler-Messreihe. Mit einer Niederschlagssumme von 37 Liter auf den Quadratmeter verlief der Februar relativ trocken, es fielen somit nur 55 Prozent des üblichen Monatssolls.
Die lange Hochdruckdominanz der letzten Wochen ist nun zum Monatswechsel vorbei, die Westwindströmung übernimmt die Regie beim Wetter und sorgt für einen turbulenten Start in den März mit Regen und viel Wind, vielleicht sogar Sturm. Dabei nistet sich die aktiv-dynamische Frontalzone mit einem umfangreichen Zentraltief zwischen Island und Skandinavien ein und versorgt uns mit wechselhaftem Wetter, ein Tief nach dem anderen wird Mitteleuropa in nächster Zeit überqueren. Da wir in Deutschland am südlichen Rand der Tiefdruckzone liegen, sind kräftige Randtiefentwicklungen mit erhöhtem Sturmpotential möglich.
Eingeleitet wurde die Wetteränderung gestern durch die aufziehende Bewölkung eines Höhentiefs über der Biskaya, abends fielen die ersten Regentropfen und die Luft kühlte bereits merklich ab. Heute ist es bedeckt und regnet oder nieselt zunächst, nachmittags ist es trocken und die Höchstwerte gehen deutlich auf Werte um 8 Grad zurück.
Morgen geraten wir vollständig in den Einflussbereich der Westwindströmung, es ist dicht bewölkt und im Tagesverlauf setzt leichter Regen ein, der Wind frischt böig auf bei Temperaturen von 8 bis 10 Grad.
Am Sonntag verlagert sich ein Sturmtief von Schottland langsam zur Nordsee. Es ist bedeckt und zeitweise regnet es bei einem frischen bis starken Südwestwind. Im Warmsektor des Tiefs werden 10 bis 12 Grad gemessen.
Der Rosenmontag könnte richtig stürmisch werden. Die Kaltfront des von der Nord- zur Ostsee ziehenden Sturmtiefs überquert uns im Tagesverlauf und bringt bei wechselnder bis starker Bewölkung schauerartige Regenfälle, die auch von kurzen Gewittern begleitet sein können. Dabei muss je nach genauer Zugbahn des Tiefs mit Sturmböen gerechnet werden. Die Temperaturen liegen um 8 Grad. Rückseitig des Sturmtiefs liegen wir am Dienstag unter Einfluss des Höhentroges mit Höhenkaltluft, wobei es bei rasch wechselnder Bewölkung mit etwas Sonne zu Regen- und teils gewittrigen Graupelschauern kommt, die Höchstwerte liegen zwischen 5 und 7 Grad. Auch an den Folgetagen bleibt es unbeständig, windig und nass, immer wieder muss mit Regen oder Schauern gerechnet werden. Die Temperaturen erreichen jahreszeitlich-übliche 6 bis 10 Grad.
Nach der Trockenheit im Februar scheint der März jetzt den für die Natur benötigten Regen zu sorgen und eine längere Westwindphase deutet sich an.