Ungewöhnlich milder Februar-Endspurt
Hoher Luftdruck mit viel Sonne hält bis Monatsende durch

22.02.2019: Der Vorfrühling im Spätwinter geht in seine nächste Runde, denn nach kurzer Abkühlung hält stabiler Hochdruckeinfluss tatsächlich bis zum Monatsende durch und beschert uns viel Sonnenschein bei ungewöhnlich milden Temperaturen von weit über 10 Grad.
Dabei hatte der erste Schub von extrem milder, fast schon warmer Vorfrühlingsluft aus dem Südwesten Europas am letzten Sonntag für einen neuen Dekaden-Rekord in Eiweiler gesorgt:
Mit 17,1 Grad wurde die höchste Temperatur in der zweiten Februar-Dekade seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1989 gemessen, und der bisherige Rekord vom 20. Februar 1990 mit 16,5 Grad geknackt – der absolute Februar-Rekord der Eiweiler Messreihe liegt bei 18,5 Grad und wurde am 24. Februar 1990 erreicht.
Nachdem am Dienstag die schwache Kaltfront des Nordmeertiefs WERNER nur geringen Regen bei einer spärlichen Menge von 0,7 Liter pro Quadratmeter gebracht hatte, wurde es zur Wochenmitte durch das aus Südwesten nach Deutschland ziehende neue Hoch ERIKA wieder freundlicher. Hoch ERIKA wird sich am Wochenende mit dem von Skandinavien ins Baltikum verlagernde Hoch FRAUKE vereinigen und bildet dann eine umfangreiche und kräftige Hochdruckzone über Europa, die bis zum Februarende alle Wetterfronten auf Distanz hält.
Während vor allem der Nordosten Deutschlands zunächst einen Streifschuss eines Kaltluftvorstoßes über Osteuropa erleben wird, werden wir am Wochenende nur einen böig auffrischenden Nordostwind spüren, so dass es bis Sonntag nicht mehr ganz so extrem mild sein wird wie bisher.
Mit Winddrehung auf Nord bis Nordost ist es heute zunächst stark bewölkt bis bedeckt, ehe es nachmittags wieder zunehmende Auflockerungen mit etwas Sonnenschein geben wird. Die Temperaturen liegen um 11 Grad.
Hoch FRAUKE verstärkt sich unterdessen immer mehr und es ist am Samstag und Sonntag sonnig mit einigen Schleierwolken bei einem zeitweise frischen und stark böigen Nordostwind, wobei es mit Höchstwerten zwischen 8 und 10 Grad weiterhin sehr mild für Ende Februar sein wird. In den Nächten tritt leichter Frost auf. Mit weiterer Verlagerung des Hochs über Polen Richtung Balkan geraten wir ab Wochenbeginn allmählich wieder in eine südliche Höhenströmung. Von Montag bis Mittwoch ist es sonnig bis leicht bewölkt, die Temperaturen liegen am Montag um 12 Grad und steigen bis Wochenmitte auf 13 bis 15 Grad an.
Zum Monatswechsel deutet sich ein Wetterumschwung an, der hohe Luftdruck zieht sich Richtung Mittelmeerraum zurück und somit wird der atlantischen Frontalzone Tür und Tor geöffnet, um auf Mitteleuropa überzugreifen. Am Donnerstag wird es schon wolkiger, bleibt aber wahrscheinlich noch trocken bei Temperaturen um 13 Grad. Zum Start in den März soll die Großwetterlage schließlich kippen, nach der langen ruhigen Hochdruckperiode deutet sich eine unbeständige, und unter Umständen auch windig-turbulente Wetterwetterlage mit Regen an. Die Temperaturen gehen dabei auf 7 bis 10 Grad zurück und besinnen sich wieder auf die Jahreszeit.
Wir dürfen nicht vergessen, dass eine derartig lange Wärmeperiode für den Februar schon sehr außergewöhnlich ist. Ob wir dafür im März die Quittung kriegen?