Turbulente und nass-kalte Januartage mit Schnee, Regen und Wind
Auf heutiges Winter-Gastspiel folgt rasch Tauwetter

11.01.2019: Durch die anhaltende Nordwestlage am Rande des beständigen Hochdruckgebietes ANGELA mit Kern westlich von Irland und Tiefs, die mit feuchter Polarluft von Skandinavien nach Osteuropa wandern, versinken die Alpen in diesen Tagen in enormen Schneemassen – und aufgrund der Großwetterlage ist kein Ende in Sicht.
Bei leichten Plusgraden kocht der Winter bei uns im Flachland aber nur auf Sparflamme. Allerdings sorgt heute die Warmfront von Tief DONALD für ein kurzes Winter-Intermezzo im Köllertal.
Mit einer aktiv-dynamischen West-bis Nordwestströmung zeigt sich der Januar in den kommenden Tagen von seiner turbulenten und nass-kalten Seite, denn am südlichen Rand eines steuernden Tiefdrucksystems über Skandinavien bilden sich immer wieder Randtiefs, die unser Wetter bestimmen werden. Ein Tief nach dem anderen zieht über Deutschland hinweg, mal auf südlicher, mal auf nördlicher Zugbahn bei einem stetigen Wechsel von milderer und kälterer Luft. Je nach Zugbahn kann die Schneefallgrenze dabei kurzzeitig auch bis ins Flachland sinken – insgesamt also ein ungemütlicher, nass-kalter, zeitweise winterlicher Charakter.
Das Wochenende wird windig, der Sonntag auch stürmisch und mild, ehe der Wochenbeginn dann wieder erwärmte Polarluft beschert. Das Strömungsmuster könnte gegen Ende der zweiten Januardekade auf Nord bis Nordost kippen und dafür sorgen, dass richtiges Winterwetter auch im Flachland Einzug halten würde.
Heute greift die Warmfront des Tiefs DONALD über dem Nordkap auf Deutschland von Nordwesten her über und beschert uns seit den frühen Morgenstunden zeitweiligen Schneefall, der vormittags auch mal etwas kräftiger sein kann. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann sich eine 3 bis 5 Zentimeter hohe Schneedecke bilden. Mit leichter Milderung auf plus zwei Grad geht der Schnee bis zum Abend in Regen oder Nieselregen über und Tauwetter macht der weißen Überraschung wieder den Garaus.
Morgen zieht nach kurzer Pause das nächste Tief namens EUGEN herein, es ist bedeckt und später regnet es zeitweise. Bei Temperaturen um 4 Grad frischt der Westwind böig auf.
Sturmtief FLORENZ beeinflusst den Sonntag mit kräftigen Regenfällen und kurzzeitiger Milderung auf 6 bis 8 Grad. Durch den großen Luftdruckunterschied zum Hoch über dem nahen Atlantik ist es sehr windig mit stürmischen Böen.
Am Montag strömt auf der Rückseite des Tiefs wieder kältere Luft ein, zunächst fallen noch Schauer, später gibt es einige Auflockerungen bei Höchstwerten um 4 Grad, der Wind bleibt frisch und dreht auf Nordwest. Der Dienstag bringt zunächst kurze Wetterberuhigung, es ist wolkig mit etwas Sonne bei 3 Grad, ehe nachmittags die Bewölkung wieder dichter wird und Niederschläge einsetzen, die von Schneeregen in Regen übergehen. Mittwochs ziehen weitere Regenwolken bei Temperaturen bis 5 Grad durch, ehe ab Donnerstag wieder Polarluft vorstößt.
Unbeständig und nass-kalt zeigt sich die zweite Wochenhälfte, wobei ab dem Wochenende, und vor allem zu Beginn der dritten Dekade ein Temperaturrückgang in den Dauerfrostbereich möglich ist, so dass der Flachlandwinter eine Chance bekommt.