Mittelmeer-Sommer 2019

Rekord-Hitze, Dürre und viel Sonnenschein - schon wieder ein Sommer der Superlative

 

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler
Von Jörg Hoffmann - Eiweiler, den 24. September 2019 

Schon wieder erlebte das Saarland einen Sommer wie am Mittelmeer mit extremer Hitze, Trockenheit und viel Sonnenschein, der den heißen Sommer 2018 noch übertrumpfte. Somit lag der Temperaturdurchschnitt im Sommer an der Wetterstation Eiweiler mit 19,8°C um 3,1 K über dem Wert der gültigen Normperiode 1961 bis 1990 für das Saarland – im Vergleich zur 30-jährigen Norm der Messreihe seit 1989 war der Sommer um 2,1 K zu warm.

Frühlingsbilanz 2019

Ein milder und nasser Frühling mit Kaltluftrückfällen im Mai
Stürmischer März mit viel Regen, warmer April und der kälteste Mai seit 6 Jahren

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler
Von Jörg Hoffmann - Eiweiler, den 30. Juni 2019

Bei einem Temperaturmittelwert von 9,3°C war der Frühling im Vergleich zur gültigen Normperiode 1961-90 um 0,9 K zu warm und gegenüber der seit diesem Jahr nunmehr 30-jährigen Norm der Eiweiler-Messreihe betrug die positive Abweichung allerdings nur noch 0,2 K – ein Beleg für die spürbare Klimaerwärmung der letzten drei Jahrzehnte.

2018/19: Ein milder Winter mit kontrastreicher Witterung

Westdrift mit viel Regen im Dezember, kurzes Winter-Intermezzo mit Kältewelle im Januar und Vorfrühling mit Wärmerekord im Februar

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler Jörg Hoffmann


Der Winter 2018/19 war mit einem Temperaturmittel von 3,0°C im Vergleich zur gültigen Referenzperiode 1961-1990 um 1,8 K zu mild – gegenüber der Vergleichsperiode zur Eiweiler-Norm um 1,5 K zu mild.
Die zurückliegenden Wintermonate verliefen sehr unterschiedlich und richtiges Winterwetter war im Flachland nur spurenhaft zu erkennen.

2018 – ein historisches Wetterjahr mit vielen Rekorden

Beispiellose Wärmeperiode von April bis November –
Winter nur Zaungast im Februar und März – Frühsommer im April – Jahrhundertregen im Unwettermonat Juni –
Extreme Hitzewelle im Hochsommer – Spätsommer bis in den Oktober

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler
Von Jörg Hoffmann


Das zu Ende gegangene Jahr 2018 war mit einem Mittelwert von 10,4°C zusammen mit 2014 das wärmste Jahr der Eiweiler Messreihe seit 1989 – auch deutschlandweit war es das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Als historisches Wetterjahr mit zahlreichen Rekorden machte 2018 vor allem wegen einer beispiellosen Wärmeperiode von April bis November Schlagzeilen, die aufgrund einer außergewöhnlichen Hochdruckdominanz auch für eine große Trockenheit verantwortlich war, die im Saarland jedoch nicht so extrem wie im Norden und Osten Deutschlands verlief.

Ein Sommer, der Geschichte schreibt

Unwettermonat Juni mit Rekordregen - Trockenheit und Gluthitze im Juli und August

Der Sommer 2018 bescherte große Kontraste

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler


Das Saarland erlebte einen Sommer der großen Gegensätze und Extreme:
Jahrhundertregen und Trockenheit gleichermaßen prägten den Sommer 2018. Auf den absolut regenreichsten Juni der Wetterstation Eiweiler folgte der trockenste Juli – dass solche Rekorde aufeinander gefolgt sind, stellt ein besonderes Kuriosum dar und dürfte einmalig in den letzten Jahrzehnten sein.

Auf einen beispiellosen Unwettermonat Juni, der am 11. Juni in Eiweiler den absoluten Tagesrekord mit 85,5 mm Niederschlag gebracht hatte, folgte ein mediterran geprägter Juli und August, wobei sich ab der letzten Julidekade eine lang anhaltende Hitzewelle einstellte, die mit kurzen Unterbrechungen bis Ende der ersten Augustdekade anhielt.

Ein Frühling der großen Gegensätze

Auf spätwinterlichen März folgte extrem warmer April und Mai. Der Spätwinter ging nahtlos in den Frühsommer über

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler

Das Saarland erlebte einen Frühling der großen Kontraste. Zuerst machte sich der Frühling im spätwinterlichen März einen faulen Lenz, ehe im extrem warmen April bereits der Frühsommer erwacht ist und auch der Wonnemonat Mai mit zeitweise hochsommerlichen Temperaturen und einem gewittrigen Ausklang einem echten Sommermonat gleich.

Bei einem Temperaturmittel von 10,3°C war der Frühling 2018 um 1,9 K zu warm im Vergleich zur gültigen Normperiode 1961-90. Legt man die 25-jährige Normperiode der Eiweiler Messreihe 1989-2013 zu Grunde, beträgt die positive Abweichung jedoch nur 1,3 K.

Winter 2017/18

Milder, trüber und nasser Winter mit eisigem Finale - Auf regenreiche Witterung im Dezember und Januar folgte trocken-kaltes Winterwetter im Februar.

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler

Der diesjährige Winter zeigte sich abwechslungsreich und mild. Bei einem Mittelwert von 2,2°C fiel er im Vergleich zur gültigen Normperiode um 1,0 K zu mild aus und er war auch genau um 1,0 K milder als sein Vorgänger. 
Nimmt man die 25-jährige Norm der Eiweiler Messreihe seit 1989 als Grundlage, so betrug die positive Abweichung 0,7 K. 
Nach einem milden Dezember und einem extrem milden, völlig unwinterlichen Januar konnte ein kalter und frostiger Februar den zuvor großen Wärmeüberschuss noch etwas abbauen.

2017 – ein Wetterjahr wie auf einer Achterbahn

Nach Trockenheit viel Regen – Kälterückfall im April nach Rekord-März – Hitzewelle im Mai und ein gewitterreicher, feucht-heißer Sommer

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler

Das zu Ende gegangene Wetterjahr 2017 hat dem Saarland wieder zahlreiche Kapriolen und der Eiweiler Wetterstation neue Rekorde beschert – oft fühlten wir uns wie auf einer Achterbahn.

Der Winter trumpfte im Januar noch mit strenger Kälte auf, während der Februar viel zu mild verlief. Das Frühjahr war von Rekorden gekennzeichnet, denn auf einen extrem warmen März folgte eine einmalige Trockenheit im April, ehe sich im Mai eine Hitzewelle wie im Hochsommer einstellte, die mit Temperaturen von 33°C zu einem neuen Mai-Rekord der Messreihe geführt hat. 

Ein Sommer mit Höhen und Tiefen

Gewittriger, regenreicher und warmer Sommer mit vielen Hitzetagen. Der Sommer 2017 zeigte sich durchwachsen und heiß.

Witterungsverlauf der Wetterstation Eiweiler

Jörg Hoffmann

Der Sommer 2017 bleibt als warmer und nasser Sommer in Erinnerung. Mit einem Temperaturmittel von 18,5°C war er um 1,8 Grad wärmer als im Durchschnitt der aktuellen Normperiode 1961-90 – im Vergleich zur Norm der Eiweiler Messreihe seit 1989 betrug die positive Abweichung aber nur 1,0 Grad.

Ein Frühling der Rekorde :

Extrem warmer März, große Trockenheit im April und eine frühe Hitzewelle im Mai

Witterungsverlauf Frühling 2017 der Wetterstation Eiweiler

 Jörg Hoffmann; Eiweiler, den 18.06.2017

Das Frühjahr 2017 war deutlich zu warm und viel zu trocken. Die Mitteltemperatur von 10,1°C lag um 1,7°C über der immer noch gültigen Normperiode 1961-90 – auch im Vergleich zur Norm meiner Messreihe seit 1989 beträgt die positive Abweichung immer noch 1,1°C.

Rekord-Trockenheit im April 2017 in Eiweiler

Jahrhundert-April-Dürre im Saarland

Jörg Hoffmann, 01. Mai 2017

Mit einer Regensumme von 4,5 Liter auf den Quadratmeter (nur 7 Prozent des Solls) hat der April an der Wetterstation Eiweiler einen neuen Rekord aufgestellt und war gleichzeitig auch der absolut trockenste Monat der letzten 28 Jahre der Eiweiler Messreihe.

Winter 2016/2017 lag im Durchschnitt

Trockener und sonniger Winter mit strenger Kälte im Januar.  Schneearmer Hochdruck-Winter bescherte Trockenheits-Rekord.

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler - von Jörg Hoffmann.

Eiweiler, den 18.03.2017

Der Winter 2016/17 brachte nach drei viel zu milden Winter in Folge die Trendwende, was maßgeblich am kältesten Januar seit 2010 gelegen hat, der dazu führte, dass der Winter insgesamt im Durchschnitt lag.

Witterungsbericht der Wetterstation Eiweiler

 Jörg Hoffmann; Eiweiler, den 15.01.2017

Die Wetterküche hat dem Saarland im zu Ende gegangenen Wetterjahr 2016 wieder ein abwechslungsreiches Menü serviert, das uns öfters extreme Witterung beschert hat. Der Winter war nur spurenhaft zu erkennen mit einem kurzen Gastspiel im Januar. Sturmtiefs machten den Fastnachtsumzügen einen Strich durch die Rechnung und der Frühling machte sich einen faulen Lenz mit häufigen Kaltlufteinbrüchen, die vor allem im April aufgetreten waren.

Eine bemerkenswert lange Unwetterserie herrschte von Ende Mai bis Mitte Juni mit viel Regen und örtlichen Überflutungen im Saarland, ehe im wechselhaften Sommer eine Trockenheit ihren Anlauf nahm, die sich zum Jahresende noch verstärkte. Erst in seinem Endspurt brachte uns der Sommer eine intensive Hitzewelle mit den heißesten Tagen des Jahres.

Gedankenspiele über den kommenden Winter 2016/17

Signale für einen kalten Winter?
Einschätzungen zum Winter-Trend
Von Jörg Hoffmann, Wetterstation Eiweiler

Alle Jahre wieder stellt man sich die Frage, welcher Charakter der kommende Winter haben könnte. Ist er eher atlantisch-mild geprägt und richtiges Winterwetter bleibt nur Zaungast oder gibt es häufig Kältewellen aus Osten, mit viel Schnee und strengen Frösten? Darauf eine verlässliche Antwort zu geben, ist eigentlich unmöglich.

Auch wenn es heute schon Langzeitprognosen für mehrere Monate im Voraus gibt, so ist dies natürlich nicht mehr als ein Versuch der Modelle, der chaotischen Atmosphäre in die Karten zu schauen. Dennoch ist es abseits der Modellwelt für Wetterforscher spannend und interessant aufgrund von zahlreichen Witterungs- und Bauernregeln, Statistiken, Verhaltensmuster und Großwetterlagen, die bestimmte Schlussfolgerungen zulassen, über mögliche Optionen für den Winter zu philosophieren und spekulieren, um einen gewissen Trend abzuleiten. 

Ein September wie im Hochsommer schreibt Wettergeschichte

Der September 2016 war außergewöhnlich heiß, sonnig und trocken. Zahlreiche Monatsrekorde an Eiweiler Wetterstation.

Der Hochsommer ging im September in die Verlängerung. Eine außergewöhnliche, lang anhaltende Schönwetter- und Hitzeperiode sorgte dafür, dass der September 2016 zusammen mit seinen Vorgängern aus den Jahren 1947, 1999 und 2006 zu den vier wärmsten Septembermonaten in Deutschland zählt seit es regelmäßige Wetteraufzeichnungen gibt.

Ein Durchschnitts-Sommer 2016 der Extreme

Auf regenreichen Unwettermonat Juni folgte Trockenheit im Juli und August  - große Hitze zum Sommerausklang. Der Sommer 2016 war etwas zu warm , zu trocken und zu trüb.

Das Saarland erlebte einen Sommer der großen Gegensätze zwischen nass und trocken, kühl und warm. Er begann mit viel Regen und Gewitter bei wenig Sonnenschein und eher unterkühlt, brachte aber im Juli und August eine Trockenheit bei einem steten Auf und Ab der Temperaturen, wobei erst in der letzten Augustdekade die heißesten Tage des Jahres auftraten. Insgesamt war es bis zur Augustmitte ein typisch wechselhafter Sommer, der für unsere Breiten völlig normal ist, und bei der sich die berühmt-berüchtigte Siebenschläferregel wieder einmal bestätigt hat.

Wolken-Exkurs

Die internationale Wolkenklassifikation beschreibt die Wolken nach ihrem Aussehen und ihrer Höhe am Himmel.

Man unterscheidet 4 Wolkenfamilien:
•    Hohe Wolken
•    Mittelhohe Wolken
•    Tiefe Wolken
•    Stockwerkübergreifende Wolken

Das zweite Gliederungsmerkmal der Wolken ist die Gattung.
Es werden drei grundlegende Formen unterschieden:

Frühling 2016: Kühl, trüb und nass

Launenhaftes Frühjahr mit wenig Sonnenschein fiel ins Wasser
Witterungsverlauf der Wetterstation Eiweiler

Der Frühling 2016 fiel mit einem Temperaturmittel von 8,3 Grad um 0,7 Grad kühler als die Eiweiler Norm aus den letzten 25 Jahren aus – im Vergleich zur immer noch gültigen, offiziellen Normperiode 1961-90 für das Saarland betrug die negative Abweichung allerdings nur geringe 0,1 Grad.
Damit wurde uns ein spürbares Kontrastprogramm zu den Vorjahren geboten, in denen der Frühling meist warm und sonnig ausgefallen war. Immerhin war der Frühling seit 2007 sieben Mal zu warm verlaufen.

Ein Winter, der eigentlich keiner war:

Dritter viel zu milder Winter in Folge
Der Winter 2015/16 war atlantisch geprägt, extrem frost- und schneearm

Das Saarland erlebte den dritten viel zu milden Winter in Folge, der seinem Namen auch diesmal so gut wie nicht gerecht worden ist. Mit einem Temperaturmittelwert von 4,5°C fiel er an meiner Wetterstation Eiweiler um 3,3°C wärmer als im Vergleich zur langjährigen Norm aus und zählt mit dieser extremen Abweichung zum zweitwärmsten Winter - hinter dem Rekordhalter 2006/07 - nicht nur meiner Messreihe, sondern auch seit es in Deutschland regelmäßige Wetteraufzeichnungen (1881) gibt!

Maßgeblichen Anteil daran hatte der völlig aus der Art geschlagene, frühlingshafte Rekord-Dezember, der mit einem Mittelwert von 7,0°C sogar einen enormen Wärmeüberschuss von 5,5°C aufwies.

Jahrhundert-Dezember 2015 bricht alle Rekorde

Extreme Mildheit mit frühlingshaften Temperaturen
Analyse eines beispiellosen Wintermonats

Von Jörg Hoffmann:

Der Dezember 2015 war Schlusspunkt eines weltweit wie auch in Deutschland klimatologisch außergewöhnlichen Jahres: Er war nicht nur der absolut wärmste Dezember in Deutschland seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881, sondern auch der wärmste Wintermonat überhaupt.

2015 – ein Wetterjahr der Extreme: Rekord-Trockenheit und Gluthitze

Ein Sommer wie am Mittelmeer und die größte Dürre seit 1976

Von Jörg Hoffmann

Das abgelaufene Jahr 2015 war ein Jahr der Extreme: Bei einem Temperatur-Mittelwert von 10,4 Grad war das zweitwärmste Jahr der Messreihe von großer Trockenheit geprägt. Es herrschte ein Sommer wie am Mittelmeer, der fast an den Rekord-Sommer 2003 heranreichte. Winterwetter herrschte im Jahr 2015 nur wenige Wochen im Januar und Februar, während sich der Winter im wärmsten Dezember aller Zeiten einen Totalausfall geleistet hat. Wieder einmal wurde das Frühjahr von viel Sonne und Wärme gekennzeichnet.